Rückblick auf die Fachtagung Geschichte
Vom 20. bis 22. April 2009 trafen sich 19 Geschichtslehrer von Studienkollegs in Darmstadt, Frankfurt / Main, Halle, Hamburg, Heidelberg, Köln, Leipzig, Mainz, Marburg / Gießen, München, Nordhausen und Zittau / Görlitz in Leipzig zu einer Fachtagung. Schwerpunktthema war "Die friedliche Revolution von 1989 und ihre Umsetzung im Unterricht".
Die Beschäftigung mit dem Thema erfolgte, gemäß der didaktischen Zielsetzung, in unterschiedlichen Arbeits- und Sozialformen: Stadtführung, Museumsbesuch, Zeitzeugeninterview, wissenschaftlicher Gastvortrag, Gruppenarbeit, Quellenstudium und Plenumsgespräch. Am Ende der Arbeitsphase wurden alle Ergebnisse in einer Materialsammlung zusammengetragen, die vervielfältigt und den Teilnehmern mitgegeben wurde.
Neben der Beschäftigung mit dem Schwerpunktthema erfolgte noch am dritten Tag die Vorstellung von Projekten einzelner Studienkollegs sowie der Austausch über andere inhaltliche oder didaktische Fragen wie z.B. Inhalt und Form von Prüfungsklausuren. In diesem Zusammenhang wurde von der Mehrheit der Kollegen festgestellt, dass Prüfungsklausuren anderer Studienkollegs ihnen nicht zur Kenntnis gegeben werden. Die Ursachen hierfür, entweder keine Versendung durch die anderen Studienkollegs oder keine interne Weiterleitung, konnten zunächst nicht geklärt werden.
Ein Thema schließlich, das alle Kolleginnen und Kollegen bewegt hat, ist die Schließung der nordrhein-westfälischen Studienkollegs, die als wirklichkeitsfremd und verantwortungslos zu bezeichnen ist. Als Resultat vieler Gespräche, die während der drei Tage in Leipzig geführt wurden, hat die Fachtagung Geschichte einstimmig beschlossen, ihr nächstes Treffen um ein Jahr vorzuziehen und sich bereits 2010 in Köln zu treffen, um ein Signal an die Politik und die Öffentlichkeit zu senden, dass man sich mit dieser Entscheidung nicht abfinden wird.
Leipzig, den 23. April 2009
Stefan Kugler, Tagungsleiter




