Rückblick auf die Fachtagung Mathematik/Physik
27. bis 29. Februar 2008 in Leipzig


Nicht nach acht, sondern bereits nach gut vier Jahren fand am Studienkolleg Sachsen wieder eine bundesweite Fachtagung statt. Vom 27. bis 29. Februar 2008 trafen sich in Leipzig nicht nur Physik-, sondern auch Mathematiklehrerinnen und -lehrer, die an Studienkollegs unterrichten. Und ein weiteres Novum gab es: Die Tagung wandte sich sowohl an Fachvertreter von Studienkollegs, die ausländische Studierende auf ein Studium an Universitäten als auch an Fachhochschulen vorbereiten. Der Einladung folgten 44 Lehrkräfte von 24 Studienkollegs.


Der Nachmittag des Anreisetages wurde für viele Kollegen zu einem Wiedersehen nach langer Zeit. Um die Tagung ungezwungen, aber fachorientiert zu beginnen, hatten wir eine Führung durch das Porsche-Werk organisiert. Das Angebot wurde dankend angenommen. Alle waren beeindruckt, wie heutzutage (Luxus-)Autos gebaut werden. Der erste Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen 120 Meter hoch über Leipzig im Panorama Tower.


Der Vormittag des zweiten Tages wurde durch die Professoren für Mathematik- bzw. Physikdidaktik der Universität Leipzig gestaltet.
Herr Professor Dr. Borneleit gab uns einen Überblick zur Umsetzung des Bologna-Prozesses an der Universität Leipzig unter besonderer Beachtung der Bachelor- und Masterstudiengänge an der Mathematik- und Physikfakultät.
Herr Professor Dr. Oehme hielt einen Experimentalvortrag, in dem er uns Zugänge zur nichtlinearen Dynamik anschaulich und praxisbezogen nahe brachte.
Am Nachmittag hielten Lehrkräfte an Studienkollegs Vorträge, die sich auf Mathematik, Physik und die entsprechenden Fachmethodiken bezogen.
Herr Dr. Kubach (Bochum) stellte das Computer-Algebra-System MuPAD Pro vor. Überzeugend legte er die Vorteile und Potenzen dar, die dieses Programm für Lehrende und Studierende bietet.
Herr Dr. Feldhoff (Köln) offerierte ein Angebot zur PC-gestützten physikalischen Analyse und physikmethodischen Interpretation von Pendelschwingungen. Anschließend beeindruckte er die Tagungsteilnehmer mit einer Analogiebetrachtung aus dem Bereich der Algebra und der Statistik.
Frau Berger und Frau Schott (beide Leipzig) referierten zur Gestaltung von mündlichen Prüfungen in den Fächern Mathematik und Physik und der entsprechenden Könnensentwicklung im Vorfeld.
Den Abend des zweiten Tages verbrachte manch einer im Kabarett, viele bei einem Glas Bier.


Den dritten Tag leitete Herr Dr. Michael (Leipzig) durch ein Impulsreferat zum Themenkomplex Propädeutikum, Studienbegleitung und Schlüsselqualifikationen ein.
Herr Professor Dr. Ferstl (Zittau) referierte zu Modellen in den Naturwissenschaften. Eindrucksvolle Experimente am Stromfadenmodell veranschaulichten seinen Vortrag. Diesem und allen genannten Vorträgen schlossen sich Diskussionen an, in denen die Referenten Rede und Antwort standen. Die Diskussionsteilnehmer bereicherten die Vortragsthemen auch dadurch, dass sie ihre Kenntnisse und Erfahrungen einbrachten und damit den Gegenstand durch weitere Sichtweisen beleuchteten.
Den Abschluss der Tagung bildete eine freimütige Beschreibung der Situation an den Studienkollegs im Allgemeinen und unter jeweils lokalem Aspekt im Besonderen.


In ersten Reaktionen erklärten die Tagungsteilnehmer, dass sich ihre Erwartungen erfüllt haben. Sie bedankten sich für die Ausrichtung durch die Mitarbeiter des Studienkollegs Sachsen.


Dr. Walter Burska, Tagungsleiter, 4. März 2008